Stendal 23.07.2002

Zwölf THW-Helfer zur Deichsicherung entsannt

Lübbecke: Seit heute Nacht ist auch der Ortsverband Lübbecke des Technischen Hilfswerkes im Einsatz. Der Einsatzbefehl kam am Sonntagabend um 21:45. Innerhalb von zwei Stunden machten sich die Helfer einatzbereit um bereits um 23:30 auszurücken. Der Ortsverband Lübbecke, der schon bei dem Rekordhochwasser 1997 an der Oder mit zwölf Mann im Einsatz war, ist auf einen solchen Einsatz besonders ausgebildet. Mit mehreren Pumpen im Gepäck brachen 12 Helfer des Ortsverbandes Lübbecke in der Nacht von Sonntag auf Montag um 23:30 mit drei Fahrzeugen in Richtung Bünde auf. Dort wurde dann Bergungsräumgerät für den Einsatz aufgenommen. Mit 10 weiteren Helfern aus Bünde ging es dann weiter nach Bielefeld um dort weitere Helfer und Verpflegung aufzulesen.

Nun befinden Sie sich auf den Weg nach Stendal (nördlich von Magdeburg) wo sie bereits von der dortigen Leitstelle erwartet werden. Unter der Leitung von Zugführer Stephan Blotevogel werden die Helfer in Stendal eingesetzt, um dort beim Deichbau und der Sicherung sowie bei einer möglichen Evakuierung Hilfe zu leisten. „Wir werden unser möglichstes tun, um den Menschen vor Ort so gut wie möglich zu helfen“, so Blotevogel kurz vor der Abfahrt. Im Laufe dieser Woche könnten den Helfern auch die Fachgruppe Infrastruktur des Ortsverbandes Lübbecke mit weiteren vier Mann und technischem Gerät folgen. Die Organisation und Koordination wird in der neuen Unterkunft durch den stellvertretenen Ortsbeauftragten Dirk Schlingmann übernommen.

„Ich sehe es auch als meine Aufgabe die Familien unserer Helfer immer auf den neuesten Stand zu halten“, so Schlingmann. Bereits am Freitag gab es eine Voralarmierung für den Ortsverband, sodass der Einsatzbefehl nicht überraschend kam. Die Helfer werden nun ca. sieben bis zehn Tage ununterbrochen im Einsatz sein um den Menschen dort zu Helfen und ihre Wohnungen gegen die Wassermassen zu verteidigen. Und obwohl in vielen Städten der Scheitelpunkt des Wassers schon erreicht ist oder der Pegel sogar bereits wieder sinkt, fängt die Arbeit des Technischen Hilfswerkes jetzt erst an. Keller müssen ausgepumpt werden, Aufräumarbeiten müssen begonnen und fortgeführt werden. Die Räumungs- und Trinkwassergruppen sowie die Fachgruppen Infrastruktur werden noch eine ganze Weile beschäftigt sein. Selbst nach dem sinken der Pegel werden die Ortsverbände weiterhin humanitäre arbeit leisten und den Menschen helfen wo sie können.

„Besonders bedanken müssen wir uns auch bei den Firmen der Helfer des Technischen Hilfswerkes, die ihre Arbeiter für diesen wichtigen, menschlichen Beitrag freistellen“, so Pressebeauftragter Fehse. Der Ortsverband Lübbecke bedankt sich deshalb insbesondere bei folgenden Firmen:

Gauselmann AG (Espelkamp)
Europa Carton GmbH (Lübbecke)
Inva Care Deutschland GmbH (Bad Oeyenhausen)
IT Synergy (Herford)
Hagebaumarkt Espelkamp GmbH & Co KG (Espelkamp)
Engelbrecht Maschinentechnik (Getmold)
Klappschmidt (Preussisch Oldendorf)
Autohaus Schmale GmbH (Lübbecke)
Allianz Versicherung (Bielefeld)
Rila Feinkost (Stemwede)



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