Bielefeld 12.11.2012

THW betreibt Not-Camp für mehrere hundert Flüchtlinge

Ausnahmezustand in der Unterkunft des THW Ortsverbandes Bielefeld: Selbst Helfer mit jahrzehntelanger Einsatzerfahrung hatten das noch nicht erlebt. Aufgrund von völliger Überlastung zentraler Auffanglager für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen wurde unsere Fahrzeughalle, die normalerweise Platz für 11 Einsatzfahrzeuge und zwei Anhänger bietet, innerhalb von wenigen Stunden in eine Notunterkunft für bis zu 150 Flüchtlinge gleichzeitig, vorwiegend aus Syrien und der Balkanregion umfunktioniert.

Luftbildaufnahme der Bielefelder Unterkunft. Der vordere Bereich sowie die Fahrzeughallen wurden zu einem Notcamp für Flüchtlinge umgebaut.

Nach der Alarmierung der Bielefelder Einsatzkräfte am Freitagnachmittag (12. Oktober) musste alles schnell gehen, denn schon gegen 19.00 Uhr wurde der erste Bus mit knapp 50 Menschen erwartet. Gemeinsam mit nachalarmierten THW-Kameraden anderer Ortsverbände in der Umgebung wurde zunächst sämtliches Inventar aus den Fahrzeughallen entfernt und in Werkstatträumen ausgelagert.

In selbst für manchen THW-Helfer beeindruckender Geschwindigkeit bauten Lübbecker Helfer der Fachgruppe Infrastruktur gemeinsam mit ihren Kameraden aus Bielefeld, der Fachgruppe Elektroversorgung aus Halle/Westf. sowie der Fachgruppe Logistik aus Gütersloh aus einer restentleerten Fahrzeughalle eine kleine voll funktionierende Stadt. Dabei war die zusätzliche Unterstützung durch den Ortsverband Herford mit zusätzlichem Personal und durch die Fachgruppe Führung und Kommunikation aus Detmold mehr als willkommen. Während draußen Dusch- und Toilettencontainer abgesetzt und angeschlossen, Zelte aufgebaut und mehrere provisorische Open-Air-Waschbecken in Betrieb genommen wurden, errichteten sie im Inneren des Gebäudes unter anderem die 150 benötigten Feldbetten und kümmerten sich um provisorische Raumteiler sowie funktionierende Führungsstrukturen.

 

 



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