Osnabrück 15.09.2010

„Cathleen“ lässt Wasserpegel schlagartig steigen

Lübbecke/Minden/Osnabrück: Sturm, schwere Unwetter oder große Niederschlagsmengen. Das THW ist immer dort, wo Hilfe nach ungewöhnlich intensiven Wetterlagen benötigt wird. Der Ortsverband Lübbecke wurde nach dem Niederschlagstief „Cathleen“ gleich an zwei Einsatzorte gleichzeitig gerufen. In Minden/Cammer war die Aue übergetreten und lies sowohl Keller als auch eine Tiefgarage überlaufen. In Osnabrück drohte ein Umspannwerk vom Netz genommen zu werden. Hier war die Stromversorgung für ganze Stadtteile gefährdet.

Der Einsatz in Cammer kam für die Helfer des Ortsverbandes Lübbecke wenig überraschend. Die Kameraden aus Minden und Gütersloh waren hier schon länger im Einsatz. Da es sich um einen längerfristigen Einsatz handelte, wurde bereits frühzeitig mit der Planung einer Ablösung begonnen. Der Lübbecker Ortsverband wurde daher alarmiert, um eine Ablöseschicht für die Mindener Kameraden zu stellen. Diese waren nach einem Einsatz in der vorangegangenen Nacht erneut im Einsatz gewesen. Die Helfer wurden mit einem Gerätekraftwagen und der dazugehörigen Ausstattung zur Einsatzstelle entsandt. Vor Ort unterstützten die Helfer die Kameraden der anderen Ortsverbände sowie der Feuerwehr bei den Pumparbeiten.

Auch im niedersächsischen Osnabrück wurde der Katastrophenalarm ausgerufen. Dort stieg der Pegelstand des Flusses „Hase“ auf zeitweise 2,5 Meter über normal. Dies sei der höchste je gemessene Stand des Flusses. Die THW-Helferinnen und Helfer sicherten die Dämme mit Sandsäcken, errichteten Staudämme und unterstützen die Pumparbeiten. Außerdem leuchteten sie die Einsatzstelle in den Nachtstunden großflächig aus.

Auch hier waren bereits Helfer aus den Nachbarortsverbänden im Einsatz. Hier stellte der Ortsverband Lübbecke eine Bergungsgruppe mit Gerätekraftwagen, die unter Leitung der Bünder Kameraden und einer weiteren Bergungsgruppe zur Ablösung nach Osnabrück ausrückte. Dort wurden sie in einem Umspannwerk eingesetzt, welche ohne die Hilfe von Feuerwehr und THW den Betrieb hätte einstellen müssen. Da dies ein wichtiger Verteilerknoten des städtischen Stromnetzes war, galt es dieses Szenario zu verhindern. Vor Ort zeigte sich die Lage bereits weitestgehend entspannt. So war lediglich eine Überwachung der bereits aufgebauten Pumpen und der Aggregate notwendig. In den Abendstunden wurde die Einsatzstelle durch weitere Beleuchtungsmaßnahmen ergänzt. Da sich durch die Wetterlage abzeichnete, dass im Umspannwerk dem größten Gefahrenpotential Einhalt geboten wurde, wurden die Fachgruppen mit großen Havarie-Pumpen an andere Einsatzstellen bzw. in den Bereitstellungsraum zurück entsandt. Die Ortsverbände Bünde und Lübbecke konnten hier bereits die Heimfahrt antreten und die Einsatzbereitschaft in den heimischen Ortsverbänden wiederherstellen.

 

Quelle: Tim Fehse



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